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I teach and practice Gestalt therapy, Career decision coaching, and Family Constellations work. As well as Australia, I teach workshops and training in China, Japan, Korea, the USA & Mexico. I am author of Understanding The Woman In Your Life, a book of advice for men about relationships with women. In my work as director of Lifeworks I provide therapy,  training and supervision. I am a Phd candidate, studying the interpersonal dynamics of power, and am currently director of an MA in Spiritual Psychology for Ryokan College, an accredited online institution based in LA.

Dienstag, 26. Mai 2015

Case #22 - Wolf an der Tür

Matt war ein erfolgreicher Unternehmer. Als Erwachsene verbrachte er viel Zeit mit dem Kennenlernen seiner eigenen Person. Er nahm an verschiedenen Kursen teil, las Selbsthilfebücher und baute seine positive Eigendynamik aus.
Unlängst schied er von seiner Frau und mit einer neuen Beziehung nahm sein Leben eine neue Wendung. Seine vorherige Frau war sehr kritisch, insbesondere was sein finanzielles und Berufsleben anbelangt. Obwohl Matt erfolgreich war und ein sozial bewusstes Geschäft hatte, war er trotzdem nicht wohlhabend. Sie greifte ihn wegen seines mangelnden finanziellen Erfolgs ständig an.
Er besuchte mich, nachdem er an seinem Arbeitsplatz einen Panikanfall bekommen hatte. Er war gelähmt für den Rest des Tages.
Der Auslöser dafür war ein Gespräch mit seiner Ex-Frau am Morgen. Sie forderte, dass er seine morgendliche Aufgaben und Pläne unterbricht, zu ihr fährt und ihren Sohn abholt, weil sie ihr Auto in die Werkstatt bringen musste. Wie gewohnt, war sie in der Kommunikation rau, vorwurfsvoll und kritisch.
In der vergangenen Zeit passierten jedoch andere Dinge auch. Er verlor einen großen Vertrag, den er sehr erwartete; zahlreiche Großkunden verspäteten sich mit der Bezahlung; er machte viele positiven Dinge, wie z.B. er schrieb ein Buch, um seine Karriere zu bauen, aber keiner von ihnen wurde sofort gezahlt; ein früherer Joint-Venture-Partner verklagte ihn; und schließlich als er nachschaute, war auf seinem Konto bloß Einhundert Dollar.
Ich fragte ihn, wie er sich fühlte, nachdem er mir all dies erzählt hatte. Er antwortete immer wieder mit seinen Gedanken über seine Lebensereignisse und dem Wiedererzählen verschiedener Geschichten…ich unterbrach ihn aber, und forderte ihn auf, über seine körperlichen Erlebnisse zu berichten.
Er sagte, dass er früher während der Panikattacke seinen Körper so empfindete, als er in einer Zwangsjacke gewesen wäre. Jetzt fühlte er sich verwundbar, erschrocken, besonders in seinem Brustkorb.
Ich bat ihn, sich auf diese Gefühle zu konzentrieren…er spürte etwas Wärme und teilweise Angst auch. Er sagte, es war so, als ein fremder Eindringling.
Er gab dann die Analogie, die auch sein Vater ihm gab: der Wolf an der Tür.
Wenn er sich selbsticher fühlte, konnte er die Herausforderungen bewältigen. Aber gerade jetzt, als seine Selbstsicherheit ihn verlasste, konnte der Wolf ihn leicht erwischen.
Es schien mir so, dass dieser Wolf nicht einfach an der Tür, sondern über ihm stand.
Ich ermutigte ihn also, sich vorzustellen, dass der Wolf auf ihm liegt. Matt sagte: „Seine Spucke tropft auf mich." Ich erforderte ihn, sich geklemmt zu fühlen, das Hecheln des Wolfs zu hören und zu spüren, als die Spucke des Wolfs auf sein Gesicht tropft. Ich instruierte ihn, tief zu atmen, die Furcht in seinem ganzen Körper zu fühlen, und in der Gegenwart zu bleiben. Ich sagte ihm, dass er eine riesengroße Menge Energie in seinem Körper fühlen wird. Wäre es aber für ihn zu jeder Zeit zu viel, kann er den Prozess stoppen.
Er tat das und sein ganzer Körper zuckte in Krämpfen. Nach einiger Zeit öffnete er seine Augen und berichtete, dass die große Menge Energie, die er in seinem Körper fühlte, überraschte ihn sehr.
Danach forderte ich ihn auf, in die Haut des Wolfs zu schlüpfen und sich visualisieren, wie das Tier (er) über Matt steht und seine Spucke auf Matt tropft. Ich bat ihn, zu Matt zu sprechen und ihm einige Botschaften zu geben.
Nach einiger Zeit öffnete er seine Augen. All seine Glühbirnen platzten. Er sagte: „Es ist eigentlich ein weiser Wolf."
Matt erkannte, dass er mit einem Lamm identifiziert wurde, aus welcher Position er schwach, zögerlich und verwundbar war und seine Selbstsicherheit wurde untergraben. Das Wolf war sein verleugnetes Selbst, voll mit Kraft. Es konnte ihm helfen, die gegenüberstehenden, fachlichen sowie persönlichen Herausforderungen behandeln zu können.
In diesem Prozess verwendete ich die Identifikation und begann mit den Hinweisen, die aus dem körperlichen Erlebnis resultierten. Ich folgte der 'Besatzung'-Assoziation, die deutlich mehr als eine spürbare Bedrohung war. Er war gelähmt durch die Furcht – eine sofortige Reaktion auf die Gefahr.
In der Gestalt-Weise erfahren wir die Gefahr soz. hautnah, aber mit ausreichender Unterstützung. Dann verlegen wir uns in die andere, gegenüberstehende Position: wir werden die gefährliche Figur sein. Dieses Verfahren führt zur Heilung der Spaltung.


Sonntag, 17. Mai 2015

Case #13 - Ein Traum über Blut

Liz hatte einen zurückkehrenden Traum. Ich bat sie, ihn zu erzählen, und zwar im Gestalt-Stil, also in der Gegenwart. Diese Methode hilft uns, die Patienten mit ihren Träumen in das Hier und Jetzt zu bringen.
Hier steht, wie sie den Traum erzählte:
Ich bin in einem Zug, neben meiner Mutter. Vorne sind zwei Jungen in schwarzen Uniformen und verspotten mich. Meine Mutter wird nervös und sie gehen weg. Jetzt pinkelt der eine Junge neben mir im Zug, und viel warmes Blut strömt aus seinen Därmen aus. Das Boden des Zuges ist mit rotem Blut überschwommen. Ich habe Furcht. Er steht bloß da und das Blut strömt aus ihm aus. Dann all dies passiert mit dem anderen Körper auch.
Als wir auf dem Bahnhof ankommen, bemerke ich eine Ärztin mit ihrer medizinischen Ausrüstung. Ich bin so erleichtert, dass sia da ist.
--
Ich frage sie, was sie fühlt, damit ich an si auf einer tieferen und derzeitigen Ebene anknüpfen kann
…erschrocken, als sie im Sterben liegen würde, ganz allein.
Als sie in der Rolle des Jungen spricht, sagt sie das: „Ich verliere meine Energie, falle auf dem Boden zusammen. Ich kann keinerlei Lebenskraft oder Wärme in meinem Körper halten."
Ich bitte sie, in ihren Körper zu kommen – das verbindet das Erlebnis ihres Traumes mit ihren gegenwärtigen körperlichen Gefühlen. Es hilft sie näher zu ihrem wahren Selbst.
…sie spürt einen leeren Eimer in ihrem Brustkorb. Ich frage sie, wie viel Wärme sie jetzt in ihrem Körper spürt. Sie antwortet darauf: 30 Prozent.
Ich gebe Liz eine Rückmeldung, damit ich ihr körperliches Erlebnis in Beziehung bringen kann.
Mein Eindruck über sie ist, dass sie eine sehr warme Person ist – ich würde ca. 70 Prozent sagen.
Ich frage sie über diesen Mangel – und gebe ihr ein Experiment – sie kann die Wärme auf- und unterdrehen.
Das macht uns möglich, sie Arbeit mit der dringendsten Angelegenheit, der Wärme zu beginnen.
Wenn sie das unterdreht, will sie zusammenfallen und fühlt sich sngeschwollen und spürt etwas Kälte in ihren Därmen.
Sia sagt, dass sie häufig Schmerzen wie kleine Nadelstiche in ihrem Dünndarm empfindet. Außerdem übt die Kälte auf sie große Wirkung aus – sie kann im Winter schwer atmen.
Ich bitte sie, in ihren Dünndarm zu kommen.
…sie fühlt sich schwer, aufgedunsen, feucht, unbewegt.
Sie verrät mir, dass sie auf der physischen Ebene Dinge nicht problemlos akzeptieren kann. Sia kann aus der Speise nur schwierig genug Nährstoff aufnehmen. Sie ist dünn und muss deswegen Ergänzungsmittel nehmen. Wenn jemand sie berührt, sie erschrickt. Sie muss sich sehr bemühen, sich entspannen zu können. Sie interessiert sich kaum für Sex. Sie vermisst den physischen Kontakt, aber eher als ein Kind.
Ich bitte sie darum, dass sie jetzt das Blut in dem Traum spielt, damit sie die Wärmen entdecken kann…
…sie sagt: ich bin die Wärme, lebhaft, voll mit Nährstoffe. Der Junge weist mich ab, ich komme aus seinem Körper aus, er braucht mich nicht.
Ich frage sie,  an welchen Stellen sich diese Szene ihrem Leben anpasst. Mit diesem Schritt verbinde ich ihr Traumerlebnis mit ihrem wahren Leben.
…sie erzählt, auf welcher Weise sie das Leben das Leben selbst abweist…es ist zu fiel für sie, manchmal zu viel Übel, sie fühlt sich nicht verstanden und eine innerliche männliche Stimme sagt ihr, dass sie sterben sollte.
Ich frage sie also über ihren Vater…er zog sich von ihr immer weg. Als sie noch ein kleines Kind war, war ihr Vater sehr verschlossen, sprach nie zu ihr, nur sah fern oder schloss sich ein. Sein Gesicht war streng und hart. Sie bedauerte ihn und benahm sich wie ein Junge, mit der Absicht, dass sie in dieser Weise ihrem Vater Freude bringen kann…sie wollte ihn einfach lachen und glücklich sehen.
Wenn sie jetzt als Erwachsene ihren Vater sieht, fühlt sie in ihrem Magen krank. Er scheint ihr so, als ein kleines Kind, das seine Mutter will.
Jetzt ist es schon klar für Liz. Als Kind brauchte sie die Wärme der Eltern, ganz genau die Wärme ihres Vaters, aber in der Tat war es eben sie, die ihn aufwärmen wollte, konnte aber leider nie. Es war eine viel zu schwierige Arbeit für ein Kind, das ihre Lebenskraft völlig wegsaugte. Infolgedessen hat sie jetzt keine genug Ressource von Wärme, die sie verbrauchen kann. Es resultiert darin, dass sie sich stetig erschöpft fühlt, weil sie mehr gibt, als sie von anderen bekommt. Das macht sie großzügig und mütterlich Richtung anderen, aber innerlich fühlt sie nur das Schmerz und die Leere.
Dieser Bruch veranschaulicht ihre Abweisung von Leben und sie ist in einer Zwickmühle, in einer Sackgasse.
Als wir diese Stelle erreichen, suchen wir nicht den Ausweg aus der Sackgasse, sondern wir bringen das Bewusstsein in die Situation hinein. In Gestalt beginnt jede einzelne Veränderung mit dem Bewusstsein und der Bewusstmachung…

Mittwoch, 6. Mai 2015

Case #12 - Ein Traum: Zwillinge, Wasser und Mutter

Träume, Tagträume und Geschichten sind alle ähnlich: sie ermöglichen den Zugang zu der ganzen Person.
Jesse machte eine Geschichte über zwei Zwilling-Jungen. Beide Jungen spielten neben einem Damm. Der Hauptcharakter, nennen wir ihn Tony, hatte Angst vor Wasser. Der andere Zwilling, Jack hatte demgegenüber keine Angst. Er spielte in dem Wasser und zog Tony auf. Er wollte, dass Tony auch ins Wasser reingeht. Tony zögerte sich. Ihre Mutter starb vor einiger Zeit und sie waren von einer Stiefmutter gesorgt. Tony hatte einen Sein in seiner Tasche, ein Andenken über seine Mutter. Jack nahm den Stein aus Tony's Tasche aus und warf ihn ins Wasser. Tony springte nach dem Stein und kam darauf, dass er kein Übel im Wasser hatte. Er vergass den Stein völlig.
Das Problem von Jessie war Folgendes: er hatte Zweifel an der Ehe mit seiner Freundin. Er liebte sie aber zweifelte sich an einer langfristigen Zukunft ihrer Beziehung und konnte keine feste Entscheidung treffen.
Wir untersuchten diesen Traum ein bißchen näher so, dass Jesse sich mit jedem Charakter identifizierte. Als Tony fühlte er sich erschrocken vor dem Wasser, und vor dem Hineinstürzen ins Wasser. In der Rolle von Jack war er spontan, spielerisch und fühlte sich bequem in seinem Körper. Als die verstorbene Mutter war er liebend, jung, und sanft. Als Wasser war er tief.
Sein Muttererlebnis in dieser Übung war wichtig, da seine eigene Mutter kalt und entfernt gewesen war. Und das spielte eine große Rolle in den Schwierigkeiten in seinen Beziehungen mit Frauen. Er hatte Angst vor der Intimität und Kälte, die in der Beziehung erscheinen konnte.
Eins war klar: seine Verbindung zu einem tieferen, wärmeren und weiblichen Teil seines Erlebnisse. Das motivierte ihn und gab ihm Kraft, ins Wasser zu springen. Es war auch klar, dass er die Hilfe seines Zwillingbruders brauchte. Die Hilfe von jemandem, der keine Angst hatte und konnte ihm das Bild über die warme Mutter wegnehmen und in das Wasser werfen.
Ich fragte ihn also, ob wir das vortragen konnten. Ich wäre der Zwillingbruder und würde das Andenken aus seiner Tasche herausnehmen und ins Wasser werfen. Jesse stimmte zu, ich erzählte also, was ich machte: „Jetzt nehme ich das Andenken weg, jetzt werfe ich es ins Wasser." Er stellte sich vor, dass er nach dem Stein ins Wasser springt. Danach fühlte er sich entspannt.
Das war ein tiefgreifendes Erlebnis für ihn. Er fühlte sich ruhig, ausgeglichen, und war imstande, den Kontakt mit einem tieferen Raum in sich aufzunehmen, das nicht so sehr von seiner Besorgheit über die Zukunft seiner Beziehung gestört war. Wie in der Geschichte, nachdem er schon im Wasser war, brauchte er die Erinnerung seiner Mutter nicht mehr.
Es war jedoch klar, dass hier zahlreiche Sachen nötig waren. Zuerst, dass jemand ihm half – er brauchte nämlich den Zwillingbruder, der seine Aufmerksamkeit auf die von ihm ersehnte liebende Mutter lenkte. Dann wollte er natürlich auf diesen Platz geraten. Schließlich konnte er wirklich mit sich selbst sein. Nie mehr fühlte er sich in zwei Teile aufgeteilt: den einen Teil, der eintauchen wollte, aber sich zögerte, und den anderen Teil, der sich ins Leben vorwärts bewegte. Er spürte die beiden Teile sich zueinander zu nähern. Er fühlte den Kontakt mit dem Tiefen, Wärmen und Weiblichen in seinem Herzen und in dieser Weise konnte er ohne Zweifel ins Leben und in die Beziehung eintauchen.


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